Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung

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Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung

Körpereigene Substanzen nutzen

Unser Buchtipp!

Die Orthomolekulare Medizin setzt auf Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden sind: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, essenzielle Fettsäuren und Enzyme. Erfahren Sie, wie Sie diese Stoffe für mehr Gesundheit und Wohlbefinden nutzen.

Ausgewogene Ernährung

Immer in Balance bleiben
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Lernen Sie die Bausteine einer vollwertigen Ernährung kennen und erfahren Sie das Wichtigste über Nahrungsmittelzusätze. Jeder Nährstoff, seine Funktion und heilende Wirkung werden ausführlich vorgestellt. Lesen Sie, wie die einzelnen Nährstoffe Ihren Körper in Balance bringen und wie Sie einer Unterversorgung vorbeugen.

Richtig ernährt durch jede Lebensphase

In unserem Leben machen wir so einiges durch – und mit den Lebenssituationen ändert sich auch der Nährstoffbedarf. Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder, Menschen im Stress, beim Sport, im Alter: Jeder hat besondere Nährstoffbedürfnisse. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Konkret: Orthomolekulare Prävention und Therapie

Welche Erkrankungen erfordern welche Nährstoffe? Und in welcher Dosierung muss ich sie zu mir nehmen? Hier erhalten Sie praktische Hinweise, wie Sie Beschwerden lindern und Krankheiten gezielt vorbeugen.

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Coenzym Q10 und Cholin

Gepostet von in Allgemein, Coenzym Q10, Ernährung

Cholin wird häufig den B-Vitaminen zugeordnet, auch wenn es kein Vitamin im physiologischen Sinn ist. Cholin ist einerseits Baustein beispielsweise in Botenstoffen oder Zellmembranen, andererseits besitzt der Nährstoff wesentliche Funktionen sowohl im Rahmen der Verstoffwechslung von Makronährstoffen wie Fetten und Eiweißen als auch im Leberstoffwechsel.   Coenzym Q10 ist eine vitaminähnliche Substanz, die in vielen, vor allem tierischen Nahrungsmitteln vorkommt. Q10 wird physiologischerweise auch in der menschlichen Leber gebildet.

Coenzym Q10 besitzt antioxidative Eigenschaften. Das Coenzym ist in der Lage, zellulären Veränderungen, beispielsweise ausgelöst durch aggressive Sauerstoffradikale, entgegenzuwirken.

Freie Radikale entstehen in Folge von oxidativem Stress. Sie sind für unterschiedlichste Schädigungen unserer Körperzellen mitverantwortlich. Freie Radikale sind, chemisch betrachtet, äußerst reaktionsfreudige Substanzen. Sie treten nicht nur mit der Oberfläche von Körperzellen in Kontakt. Sie sind oft auch in der Lage, in Zellen einzudringen und dort irreparable Schäden zu verursachen. Als mögliche Folgen gelten beispielsweise ein vorzeitiges Altern der Körperzellen oder auch eine Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte.

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Antioxidativ wirksame Nährstoffe, wie eben Coenzym Q10, tragen dazu bei Körperzellen zu schützen, indem sie freie Radikale ’abfangen’ und somit deren zellschädigenden Wirkungen entgegentreten.  Ausgehend von der Wortbedeutung ‘anti-oxidativ‘ sind damit Eigenschaften gemeint bzw. verbunden, Zellen gegenüber den negativen Einflüssen durch oxidativen Stress zu unterstützen.

Coenzym Q10 kann man sich als ‘Schutzschild‘ für die Körperzellen gegenüber oxidativem Stress vorstellen. Coenzym Q10 mit seinen antioxidativen Eigenschaften unterstützt so indirekt das körpereigene Immunsystem und verzögert den Alterungsprozess der Körperzellen.

Q10 besitzt darüber hinaus aber auch eine Schlüsselfunktion bei der Energiegewinnung in den so genannten Mitochondrien der Körperzellen. Mitochondrien kann man sich als Kraftwerke, in denen die in Nährstoffen gespeicherte Energie freigesetzt wird, vorstellen. Die mit zunehmendem Alter rückläufige Herstellung und Bereitstellung von Coenzym Q10 geht folglich mit einer verschlechterten Energieversorgung beispielsweise des Herzmuskels einher. Medizinische Studien belegen den Erfolg einer Q10-Supplementierung von 100-200 mg/Tag bei verschiedenen Herzerkrankungen mit eingeschränkter Herzleistungsfähigkeit.

Das im menschlichen Körper hergestellte Cholesterin wie auch das für die Energiegewinnung in der Zelle so wichtige Coenzym Q10 haben eine Gemeinsamkeit: Beide Substrate werden in der Leber produziert.

Mit zunehmendem Alter steigen die Cholesterinwerte im Blut häufig an, die Menge an gebildetem Q10 ist hingegen ehr rückläufig. Eine medikamentöse Behandlung erhöhter Cholesterinwerte geht meist mit einer weiteren Absenkung des Q10-Spiegels einher. Mit gravierenden Folgen für den Betroffenen.

Die genauen Zusammenhänge zwischen einer medikamentösen Behandlung erhöhter Cholesterinwerte und der dadurch ausgelösten Antriebslosigkeit des Patienten soll im Folgenden genauer betrachtet werden:

Cholesterin gehört zur Gruppe der (Nahrungs-) Fette. Insbesondere tierische Nahrungsmittel enthalten Fette, die sich aus sogenannten Neutralfetten und Cholesterinen zusammensetzen. Pflanzliche Nahrungsmittel sind praktisch frei von Cholesterin. Doch Cholesterin wird nicht nur über tierische Nahrungsmittel aufgenommen, sondern kann grundsätzlich von jeder Körperzelle gebildet werden. Hauptsächlich sind die Leber wie auch die Darmschleimhaut für die körpereigene Herstellung von Cholesterin verantwortlich.

Cholesterin ist auch für den Erwachsenen ein lebensnotwendiges Fett, da es als Basis für die Herstellung unterschiedlichster Folgeprodukte im menschlichen Körper dient. Cholesterin ist Bestandteil der Membranen aller Zellen, dient darüber hinaus aber auch als Vorstufe bei der Bildung von Gallensäuren und bestimmten Hormonen.

Cholesterine müssen auf Grund ihrer schlechten Wasserlöslichkeit beim Transport im Blut an Eiweiße gebunden werden. Daraus leitet sich auch die Unterscheidung in gutes (HDL-Form) und schlechtes Cholesterin (LDL-Form) ab. Sind alle Zellen mit Cholesterin gesättigt oder sind keine ausreichenden Transporteiweiße vorhanden, steigt das Risiko der Ablagerung von Blutfetten zusammen mit weiteren Substanzen an den Innenwänden der Blutbahnen an. Die Gefäße werden durch solche Ablagerungen verengt. Oxidationsprozesse tragen zu weiteren Veränderungen, insbesondere Verhärtungen, der Gefäßwände bei. Diese Vorgänge werden umgangssprachlich als Gefäßverkalkung bezeichnet. Der Fachbegriff ‘Arteriosklerose‘ beschreibt die Verengung und den mit der Wandverhärtung einhergehenden Flexibilitätsverlust der Gefäße. Derartige Veränderungen an den Gefäßwänden gelten als Basis für eine Blutdruckerhöhung. Hoher Blutdruck wiederum wird als gefährlichster Risikofaktor für die Entwicklung von HerzKreislauf-Erkrankungen, Todesursache Nummer Eins in Wohlstandländern, betrachtet.

Erhöhte Cholesterinwerte werden insbesondere dann medikamentös behandelt, wenn diätetische Veränderungen, Raucher- und Alkoholentwöhnungsprogramme, Bewegungs- und Entspannungstraining nicht zu einer deutlichen Verbesserung der Blutfettwerte führ(t)en.

Bei der Behandlung erhöhter Blutcholesterine werden meist so genannte ‘Statine‘ eingesetzt. Diese greifen in den Stoffwechsel der Leber ein. Dabei hemmen sie, in Abhängigkeit der Dosierung des jeweiligen Medikaments, einen Zwischenschritt bei der Cholesterinbildung in den Leberzellen. Die Medikation wird häufig lebenslang beibehalten. So soll eine dauerhafte Senkung der Blutfettwerte und des Risikos für Fettstoffwechselstörungen erzielt werden. Unter der Einnahme solcher Statine, so genannter CSE-Hemmer (Hemmer des Cholesterin-SyntheseEnzyms) zur gezielten Beschränkung der körpereigenen Cholesterinbildung in der Leber ‘leiden‘ auch die Coenzym Q10-Spiegel. Die in Folge der Medikation auch eingeschränkte Q10Produktion stellt eine unerwünschte Nebenwirkung dar.

Unangenehm für den Betroffenen, da er sich antriebslos und müde fühlt. Körperlich bedenklich, da das Coenzym gerade als Antioxidans die Unversehrtheit der Zellmembranen von Blutgefäßen unterstützt. Und die Cholesterinsenker werden ja gerade auch deshalb verordnet, um die Gefäße vor arteriosklerotischen Ablagerungen und Verhärtungen zu schützen. In Folge dessen wird bei Einnahme solcher Cholesterinsenker aus medizinischer Sicht eine Supplementierung von 1530 mg Q10/Tag empfohlen.

Mit der Veröffentlichung der so genannten ‘Health Claims Verordnung‘ durch das Europäische Parlament und des Europäischen Rats im Jahr 2006 wurden gesundheits- und nährstoffbezogene Aussagen über bestimmte Nähr- und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln zugelassen.  Die EFSA, die europäische Sicherheitsbehörde für Lebensmittel, hat ergänzend zu dieser  Verordnung auch eine so genannte ‘Positivliste‘ veröffentlicht. In dieser sind alle bis heute freigegebenen und veröffentlichten Angaben zu Nährstoffen und deren Eigenschaften aufgelistet.

Gesundheitsbezogene Angaben ermöglichen dem Verbraucher, einen Zusammenhang zwischen Nährstoffen und einem möglichen Nutzen für die Gesundheit herzustellen.

• Cholin trägt zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion bei.
• Cholin trägt zu einem normalen Fettstoffwechsel bei.

Literaturverzeichnis:

Ghirlanda G et al: Evidence of plasma CoQ10-lowering effect by HMG-CoA reductase inhibitors: A double-blind, placebo-controlled study Journal of Clinical Pharmacology, 3, 226-29, 1993

Gröber, U: Orthomolekulare Medizin Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2. Aufl., 2002, S. 98ff

Langsjoen PH, Langsjoen AM: The clinical use of HMG CoA-reductase inhibitors and the associated depletion of coenzyme Q10. A review of animal and human publications. Biofactors 18 (1-4), 101-11, 2003

Tran TM, Mitchell TM, Kennedy DT, Giles JT: Role of coenzyme Q10 in chronic heart failure, angina and hypertension. Pharmacotherapy 21(7): 797-806, 2001

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Zur Unterstützung des Säure-Basen-Haushalts

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Zur Unterstützung des Säure-Basen-Haushalts

Viele Stoffwechselvorgänge laufen in unserem Körper ständig und scheinbar automatisch ab, solange sich der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht befindet. In Folge einer übermäßigen Anreicherung von Säuren sowohl im Blut wie auch in den Geweben kann es allerdings zu gravierenden Veränderungen im Ablauf ansonsten alltäglich erscheinender Lebensvorgänge kommen.

Der menschliche Körper versucht, das Verhältnis von Säuren und Basen weitgehend konstant zu halten. Dem gesunden menschlichen Organismus stehen dazu mehrere Möglichkeiten zur Stabilisierung des Säure-Basen-Haushalts zur Verfügung. Man spricht in diesem Zusammenhang von sogenannten ‘Puffersystemen‘. Mit deren Hilfe ist grundsätzlich jede einzelne Zelle in der Lage, einem Anstieg der Säurekonzentrationen entgegenzuwirken.

Umwelteinflüsse, falsche Ernährungsgewohnheiten, Trink- und Rauchgewohnheiten und nicht zuletzt auch bestimmte Erkrankungen und Medikamente beeinflussen und strapazieren dieses Gleichgewicht:

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Umwelteinflüsse: Verkehrs- und Industrieabgase, Lärm, Stresssituationen, Rauchgewohnheiten führen zu einem gesteigerten Verbrauch von basischen Mineralien und in der Folge zu einer Verschiebung des Säure-Basen-Haushalts.

Ernährungsgewohnheiten: Fleisch, Wurstwaren, Eier, Süßigkeiten, Kaffee, Zusatzstoffe werden u. a. zu Säuren verstoffwechselt oder abgebaut und so können zu Verschiebungen im Säure-Basen-Haushalt beitragen.

Alkoholkonsum: Alkohol steigert die Ausscheidung von Mineralien über den Urin und trägt so zu einer Verringerung der Konzentration an ‘Gegenspielern‘ der Säuren bei. Der Abbau des Alkohols führt darüber hinaus zur Erhöhung der Harnsäure- und damit zu einer Erhöhung der Säurekonzentration im Blut.

Erkrankungen und Medikamenteneinnahme: Herz- und Kreislauf- oder auch Krebserkrankungen beeinflussen den Säure-Basen-Haushalt in Richtung Basenverbrauch. Klassische Chemotherapie führt zu teilweise dramatischem Anstieg der Säurewerte. Ähnliches gilt für viele Antibiotika oder auch Schmerzmittel.

Ist die Säurekonzentration im Blut oder in den Geweben dauerhaft zu hoch, gelangen die Puffersysteme wie das Blut, die Nieren und die Lunge an ihre physiologischen Grenzen. Gerade im Fall einer unzureichenden Versorgung mit basischen Nährstoffen können anfallende Säuren nicht mehr ausreichend neutralisiert und ausgeschieden werden. Diese werden dann vor allem im Bindegewebe, in Gelenken oder auch der Muskulatur eingelagert, wodurch deren Funktion in vielen Fällen stark eingeschränkt sein kann. Auch eine ausgeprägte Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und nicht zuletzt ein angeschlagenes Immunsystem können Ausdruck eines in Richtung ‘sauer‘ verschobenen Säure-Basen-Verhältnisses sein.

Basen Kapseln bilden die Basis für mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Menschen mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt verspüren wieder mehr Antrieb, Energie und Lebensfreude. Meist sind sie ‘sauren‘ Menschen, die sich im wahren Sinne des Wortes ‘ausgelaugt‘ fühlen, geistig und körperlich überlegen.

Basen Kapseln enthalten Mineralstoffe mit basischen Eigenschaften. Diese Mineralien wie beispielsweise Calcium und Magnesium sind nicht nur wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen oder Bausteine in Enzymen und Muskeln. Sie dienen vor allem auch als lebensnotwendige Nährstoffe zur Auffüllung der Basendepots in den verschiedenen Geweben. Sie tragen wesentlich dazu bei, aufgenommene oder im Gewebe entstandene Säuren abzupuffern und somit zu neutralisieren.

Basen Kapseln dienen also in diesem Zusammenhang vor allem dazu, den SäureBasen-Haushalt zu unterstützen. Die Nährstoffe können auch begleitend zu einer medizinischen Behandlung eingesetzt werden. Beispielsweise, um das individuelle Wohlbefinden mit Hilfe einer verbesserten Nährstoffversorgung zu unterstützen.

Claus Groh

Literaturverzeichnis:

Biesalski, Konrad et al. Taschenatlas der Ernährung Thieme Verlag KG, Stuttgart

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), (Hrsg.) Die Nährstoffe Bausteine für Ihre Gesundheit Bonn www.dge.de

Gröber, Uwe Arzneimittel und Mikronährstoffe Medikamentenorientierte Supplementierung Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart

Harper, Jennifer Das Detox-Programm Auf natürliche Weise entgiften und entschlacken Dorling Kindersley, London u. Starnberg Kraske, Eva-Maria Säure-Basen-Balance Gräfe und Unzer, München Schmidt, Sigrid Immunsystem schützen und gezielt stärken Gräfe und Unzer, München Schmiedel, Volker QuickStart Nährstofftherapie Hippokrates/Thieme Verlagsgruppe Treutwein, Norbert Übersäuerung Krank ohne Grund? Das Programm für eine optimale Säure-Basen-Balance Weltbild Taschenbuch Worlitschek, Michael Praxis des Säure-Basen-Haushalts Grundlagen und Therapie Haug/Thieme Verlagsgruppe

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Was uns Nagelstörungen sagen können

Gepostet von in Fingernägel

Was uns Nagelstörungen sagen können
Unsere Finger- und Fußnägel sind Spiegel unserer Gesundheit: Idealerweise haben sie eine glatte Oberfläche ohne Rillen und zeigen eine leichte rosa Färbung. Treten typische Veränderungen auf, kann der erfahrene Therapeut daran erkennen, welche Organe möglicherweise eine Stärkung benötigen.
Erkrankungen und Veränderungen der Nägel können auf innere Störungen hinweisen. Die folgenden Ausführungen liefern Hinweise, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen können:
Grau-grüne, ölig aussehende Flecke deuten auf Pilzinfektionen hin, man findet sie allerdings auch bei Schuppenflechte (Psoriasis).
Weiße Punkte zeigen einen Mangel an Kieselsäure an und können oft mit einfachen Mitteln behandelt werden (z. B. Schüßler-Salz Nr. 11, Silicea D6, 3-mal täglich je 3 Tabletten). Manchmal sind es auch nur Lufteinschlüsse, die durch kosmetische Behandlungen entstanden sind.

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Weiße Querstreifen können bei Gicht erscheinen, auch bei Schwermetallbelastungen treten sie manchmal auf.
Querrillen zeugen meist von einer abgelaufenen Infektion, z. B. einer schweren Grippe oder Lungenentzündung. Die Querrillen wachsen sich aus.
Längsrillen hingegen treten gerne bei Durchblutungsstörungen auf, wie etwa Morbus Raynaud. Auch durch die verminderte Durchblutung im Alter können Längsrillen entstehen.
Verfärbungen des natürlichen Nagels sollte man kritisch beurteilen: Viele Berufe gehen mit färbenden Stoffen um. Zum Beispiel verfärbt Kochsalz den Nagel milchig (Koch), Zigarettenrauch färbt gelb und lässt die Nägel blass erscheinen. Braun/schwarze Verfärbungen finden wir oft im Friseurgewerbe.
Blaue Nägel können ein Hinweis auf einen chronischen Sauerstoffmangel oder eine Herzerkrankung sein.
Rote Nägel entstehen durch ein Zuviel an roten Blutkörperchen, wie z. B. bei einer Polyzythämie (Knochenmarkserkrankung).
Aus ganzheitlicher Sicht spielt es darüber hinaus eine Rolle, welcher Nagel betroffen ist. Falls einzelne oder nur ein einziger Nagel Auffälligkeiten zeigen, kann man daraus weitere therapeutische Schlüsse ziehen. So hat beispielsweise der Daumen Bezug zur Lunge – und damit natürlich zu ihren Erkrankungen. Häufig zeigen Asthma-Patienten oder Patienten mit chronischer Bronchitis Veränderungen des Daumennagels. Mit dem Daumen halten wir etwas fest oder lassen es los. Dies kann man auf körperlicher wie seelischer Ebene deuten.
Der Zeigefinger hat Bezug zum Dickdarm. Oft findet man bei Erkrankungen seines Nagels auch Störungen des Stuhlgangs: meist Verstopfung, aber auch chronische Durchfälle.

Literatur: Das große Buch der Nagelerkrankungen
Weitere Informationen in Naturarzt 11/2016

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Ayurveda mit heimischen Pflanzen

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Heimische Pflanzen nach den Prinzipien des Ayurveda anwenden

Das harmonische Gleichgewicht unserer körperlichen und mentalen Kräfte steht in direktem Zusammenhang mit der Pflanzenwelt. Mit einfachen Rezepturen können Sie Ihre Gesundheit fördern und Alltagsbeschwerden auf sanfte Weise behandeln. Das gelingt besonders wirkungsvoll mit heimischen Kräutern und Heilpflanzen, die nach den Prinzipien des Ayurveda aufbereitet und auf Ihren individuellen Konstitutionstyp abgestimmt sind.

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Alle Grundlagen vermittelt das hochkarätige Autorinnenteam: Kerstin Rosenberg leitet die renommierte Europäische Akademie für Ayurveda. Unterstützt wird sie von Dr. med. Kalyani Nagersheth, Fachärztin mit eigener Praxis für ayurvedische Medizin. Dr. Andrea Küthe Albrecht ist Expertin für einheimische Heilpflanzen und ayurvedische Phytotherapie.

Ayurveda mit heimischen Pflanzen ISBN: 978-3-8354-1384-9

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Leistungssteigerung

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Zur Unterstützung des Immunsystems, der Durchblutung und beim Sport

Arginin ist ein (nur teilweise) lebensnotwendiger Eiweißbaustein. Untersuchungen am Menschen belegen, dass die körpereigene Bildung von Arginin häufig nicht ausreichend ist. Gerade bei einer unzureichenden Energieversorgung reicht oft die körpereigene Herstellung der Aminosäure nicht zur Bedarfsdeckung aus.

Zur Leitungssteigerung

So ist beispielsweise während des Wachstums, bei schweren Stoffwechselerkrankungen, bei Beeinträchtigungen des Immunsystems wie auch bei regelmäßiger sportlicher Betätigung ein deutlich erhöhter Argininbedarf zu beobachten. Gleichzeitig kann unter Einnahme von Arginin die körpereigene Bildung von Eiweißen unterschiedlichster Art und Funktion gesteigert werden. Grundsätzlich zeigt sich eine Verbesserung der körpereigenen Stickstoffbilanz bzw. Eiweißherstellung, also ein Mehr an Eiweißneubildung im Vergleich zur Menge an abgebautem Eiweiß.
Dieser Effekt zeigt sich insbesondere in Form einer verbesserten Wundheilung unter Supplementierung von Arginin. Der Einfluss einer regelmäßigen Arginineinnahme auf die Wundheilung wird auf eine vermehrte Bildung von Stickstoffverbindungen, wie zum Beispiel bestimmte Wachstumsfaktoren, zurückgeführt.
Darüber hinaus wird Arginin als Schlüsselsubstanz im Stoffwechsel des körpereigenen Abwehrsystems betrachtet. Arginin fördert die Bildung, Entwicklung, Ausreifung und Aktivität der unterschiedlichsten Immunzellen.
Arginin findet auch Anwendung in der begleitenden Behandlung von Krebspatienten. In hohen Dosierungen steigert Arginin die Aktivität so genannter Killerzellen. Darunter versteht man hochspezialisierte körpereigene Immunzellen, die u. a. entartete Zellen eliminieren. Daneben stimuliert Arginin die Kollagenbildung und besitzt positive Auswirkungen auf die Wundheilung.

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Arginin besitzt ausgeprägte Durchblutung fördernde Eigenschaften, in Abhängigkeit der Menge und Dauer der Einnahme. In Humanstudien, klinischen Untersuchungen am Menschen, wurde eine gesteigerte Durchblutung der Herzkranzgefäße wie auch peripherer Gewebe bestätigt. Arginin besitzt darüber hinaus auch antiatherogene Eigenschaften, wirkt also einer schleichenden Veränderung und Verengung der Blutgefäße entgegen.
Sportler nutzen die Wirkungen des Arginins auf den Stoffwechsel. Arginin beeinflusst nämlich den Stoffwechsel von Wachstumshormonen. Einerseits wird der Aufbau von Muskulatur, andererseits der Abbau von Fettgewebe stimuliert, da Arginin die Freisetzung von Wachstumshormonen fördert.
Zu betonen ist in diesem Zusammenhang, dass alle beschriebenen Eigenschaften des Arginins immer auch in Abhängigkeit der Einnahmedauer festzustellen sind.
TRISANA Mental enthält Oligomere Procyanidine (OPC), Resveratrol sowie Vitamin C. Oligomere Procyanidine verfügen über antioxidative Eigenschaften gegenüber der zellzerstörenden Wirkung so genannter freier Radikale.
Mit jedem Atemzug füllen wir unsere Lungen mit lebenswichtigem Sauerstoff. Damit beginnt eine Kette von Oxidationsprozessen, an deren Ende die freien Radikale stehen. Diese schwächen das Immunsystem, können in Körperzellen eindringen und zu einer Zerstörung einzelner Zellbestandteile führen. Freie Radikale tragen somit zu einer vorzeitigen Alterung der Zellen bei. Als Antioxidans kann OPC das körpereigene Immunsystem unterstützen und dazu beitragen diesen Alterungsprozess zu verzögern.
OPC besteht aus den wertvollen Bestandteilen entölter und schonend verarbeiteter Traubenkerne. Die Herstellung geschieht auf mechanische Weise, ohne Zugabe von Zusatzstoffen. Das Traubenkernpulver besitzt einen hohen Anteil an Ballaststoffen (ca. 70 %), aber nur geringe Mengen an Fett und Zucker und weist somit einen Brennwert von lediglich 1 kcal / g sowie reichlich Mineralien auf. Hier sind besonders die Spurenelemente Eisen, Zink und Selen zu nennen.
Studienergebnisse belegen, dass auch Resveratrol den Alterungsprozess gesunder Zellen positiv beeinflusst. Unter dem Einfluss des Resveratrols konnte eine ‘Ruhigstellung‘ bestimmter Erbanlagen festgestellt werden. Dadurch konnte eine längere Lebensdauer von Zellen erreicht und in Folge dessen auch ein wirksamerer Schutz vor Entartung der Zellen erreicht werden. Die beobachteten Gewebe bekamen mehr Zeit eingeräumt, geschädigte Zellen zu ’reparieren’ oder einfach auszutauschen. Der Alterungsprozess der Zellen wird dadurch verlangsamt bzw. verzögert.
Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
B-Vitamine unterstützen den Energiestoffwechsel der Körperzellen. Mit Hilfe von B-Vitaminen werden beispielsweise Fettsäuren und Kohlenhydrate aus der Nahrung effizienter verwertet. Die in den Nährstoffen gespeicherte Energie wird zur Deckung des jeweiligen Energiebedarfs verwendet. Ein Mangel an Vitaminen des B-Komplexes kann mit einer zumindest eingeschränk-ten Energieverwertung in den Körperzellen einhergehen.
Zahlreiche Studien untersuchen gegenwärtig den Einfluss einzelner B-Vitamine auch auf den Blutzuckerspiegel: So soll Traubenzucker unter dem Einfluss von B-Vitaminen effizienter aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden können. So steht bei entsprechender Versorgung mit Vitaminen des B-Komplexes jeder einzelnen Körperzelle mehr Energie zur Verfügung. Bei gleichzeitiger Senkung der Blutzuckerspiegel.

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Autogenes Training

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Autogenes Training:

Beim Autogenen Training versetzt sich der Übende mit Hilfe von Autosuggestionen in einen körperlich und seelisch entspannten Zustand und kann durch die Verwendung bestimmter Formeln sein vegetatives Nervensystem beeinflussen. Autogenes Training dient aber nicht nur dem Stressabbau, sondern kann bei vielerlei körperlichen Symptomen, psychischen und psychosomatischen Störungen eingesetzt werden. Der Berliner Psychiater und Nervenarzt, Johannes Heinrich Schultz (1884–1970), der Begründer des Autogenen Trainings, stellte das Verfahren 1926 erstmals vor. Im Jahr  1932 veröffentlichte er sein Buch „Das Autogene Training“. Schultz hatte beobachtet, dass die meisten Menschen allein  mit ihrer Vorstellungskraft einen tiefen Zustand der Entspannung erreichen können und in den Gliedmaßen Schwere und Wärme spüren.

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Die Patienten fühlten sich nach den Übungen erholt und entspannt. Körperliche Beschwerden (Kopfschmerzen,  Verspannungen) ließen nach. Aus diesen Erfahrungen entwickelte Schultz nach und nach die sieben Übungen des Autogenen Trainings. Mittlerweile wurde in vielen Studien die Wirksamkeit des Autogenen Trainings belegt. Es ist recht leicht lehr- und erlernbar und funktioniert autosuggestiv. Beim regelmäßigen Üben entsteht ein hypnoseähnlicher Zustand. Als anerkanntes Verfahren hat es einen festen Platz im Präventions- und Rehabilitationsbereich, in der Sportpsychologie und in der Pädagogischen Psychologie.

Mit sieben effektiven Übungen entspannen

Der Begriff „Autogenes Training“ kommt aus dem Griechischen:

Autos = selbst, genesis = Entstehung. Der Anwender kann das Training selbst praktizieren und sollte regelmäßig (am besten täglich) üben, damit sich die gewünschte positive Wirkung einstellen kann. Schultz hat den Begriff der konzentrativen Selbstentspannung geprägt, bei der das vegetative Nervensystem beeinflusst wird. Das Autogene Training kann allein oder in der Kleingruppe (max. 10 Personen) angewendet werden. Es ist durch bestimmte Rahmenbedingungen  gekennzeichnet:
– Vorbereitungsphase: Einstimmung auf die Entspannung/Übungen.
– Übungsposition: Liegen oder Sitzen.
– Übungen: Grund-, Mittel- und Oberstufe.
– Rücknahme: Ende des Trainings und Rückführung auf ein normales
Aktivierungsniveau – außer vor dem Einschlafen.
– Abschließendes Gespräch: Austausch in der Gruppe über Gefühle und mögliche Probleme etc.

Naturarzt

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